Rheinisches Claviertrio / Rheinisches Barocktrio

Das Rheinische Claviertrio wurde 1988 als Rheinisches Barocktrio von Kammermusikern aus dem Köln-Bonner Raum ins Leben gerufen, um die reiche, aber zum großen Teil selten gespielte Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts in der Besetzung Violine, Violoncello und Cembalo für sich und für eine interessierte Öffentlichkeit zu entdecken.

Seither hat das Rheinische Barocktrio Konzerte vor allem in Köln, Aachen, Bonn und Umgebung, aber auch in Ratzeburg, Weimar, Schönebeck/Elbe und Leipzig  gegeben sowie Gastspielreisen nach Belgien, Rumänien und Bosnien unternommen.

Aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens wurde eine erste CD aufgenommen mit Werken von Boismortier, Telemann, Pachelbel, Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach sowie Joseph Haydn.

Eine zweite CD ist dem Schaffen der „musicalisch-Bachischen Familie“ gewidmet und vereint Sonaten und Trios von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emanuel, Johann Christoph Friedrich und Johann Christian.

Die Trioliteratur der Vor- und Frühklassik - z.B. Werke der Bach-Söhne, von Haydn oder Clementi - gehörte, soweit sie noch für die Besetzung mit Cembalo gedacht ist, von jeher zum Repertoire des Ensembles.

Seit 2010 steht dem Trio auch ein eigener Hammerflügel zur Verfügung, wodurch sich das Repertoire nun bis in die Wiener Klassik ausweiten kann.

Im 18. Jh. war mit dem Ausdruck "Clavier" jegliche Form von Tasteninstrument angesprochen. Aus diesem Grunde haben wir uns zu der Namensänderung entschlossen.

Herbert Vennemann, Cembalo und Hammerflügel, studierte Musikwissenschaft und Kirchenmusik sowie Germanistik und Philosophie in Köln und Düsseldorf. Er ist im Hauptberuf Lehrer für Musik und Deutsch an einem Gymnasium und nebenamtlich als Organist tätig.

Manfred Leverkus, Violine, studierte in Köln, München und Bern. Von 1963 bis 1972 war er Mitglied des Stuttgarter Kammerorchesters und danach bis 2000 des WDR-Sinfonieorchesters Köln. Neben der Orchestertätigkeit trat er auch als Solist hervor und hat darüber hinaus stets in verschiedenen Kammermusikvereinigungen mitgewirkt - z.B. bei den Stuttgarter Solisten und als Primarius verschiedener Quartettvereinigungen.

Volker Mettig, Violoncello, studierte Geschichte und Slawistik in Bonn. Während des Studiums gehörte er dem Collegium musicum der Bonner Universität und zeitweise auch dem Chur Cölnischen Orchester Bonn an. Mit dem Akademischen Streichquartett Bonn errang er 1968 den 1. Preis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb in Colmar. Hauptberuflich war er von 1981 bis 2002 im Deutschen Musikrat tätig und von 2003 bis 2007 beim Goethe-Institut.

Die Instrumente
Cembalo: Kopie nach Johann Daniel Dulcken, Antwerpen 1755, Eckehart Merzdorf 1987
Hammerflügel: Modell "Mozart", J .C. Neupert Bamberg
Violine: Nicolo Gagliano, 1730
Violoncello: anonym, sächsisch, 19. Jh.